Ein Tag (in)…. auf Langeoog // Ausflüge in die Umgebung

Letztes Jahr im Juli war unsere ganze Schule auf der Insel Langeoog und dieses Jahr hätte eigentlich auch wieder eine Inselfahrt angestanden, wäre nicht… na ihr wisst schon…

Jedenfalls schaue ich mir gerade die Bilder von 2019 an und erinnere mich zurück an diesen schönen Tag, der für mich mit etwas zu wenig Schlaf in der Nacht zuvor begann. Denn ich kam sehr spät von einem Wochenende in Bayern zurück, an dem drei Tage lang über 30 Grad herrschten.

Als wir alle in Bensersiel aus dem Bus ausstiegen, emfingen uns einige Wolken am tiefblauen Himmel. Also verschwendete ich keinen Gedanken an meine Sonnencreme in der Tasche und stieg in die Fähre (für mich als Landratte auch ein sehr besonderes Erlebnis) Richtung Langeoog. Aus Angst vor Turbulenzen (in der Magengegend) blieb ich unter Deck.

Auf der Insel angekommen, stiegen wir gleich in die Inselbahn und durchquerten zügig die schöne Landschaft in Richtung Zentrum. Ich war schon wirklich gespannt, wie so ein norddeutscher Inselort aussieht.

Für mich war alles total neu und faszinierend, während meine Kolleg*innen schon alte (Insel)Hasen waren und mir alles zeigten. Einerseits hatte ich mir eine Nordseeinsel genauso vorgstellt, andererseits hätten wir auch in jedem anderen Touristenort an der Nordsee sein können.

Wo das Auge hinblickte: Souvenirläden, Restaurants, Hotels, Cafés, Freizeitangebote, und das Ganze wieder von vorne… Ein bisschen musste ich an die Stadt Warnemünde denken, in deren Nähe ich vier Jahre lang gelebt habe. Dort hatte ich nämlich auch immer dieses „Kulissen“-Gefühl. Alles scheint nur für die Besucher*innen hier zu sein und hat sonst keine Bestimmung, keine Seele.

Am Strand war es sehr windig und Haare und Sand peitschten mir ins Gesicht; was für Norddeutsche natürlicher Teil des Meererlebnisses ist (und sicher auch seinen Reiz hat; diese raue Natur am Körper zu spüren), lässt mich immer etwas frustriert zurück (schöne Aussicht, aber muss es so windig sein?).

Nach ein paar Stunden am Strand spazieren, im Restaurant und Café sitzen und ziellos durch die Shops bummeln ging es auch schon wieder zurück nach Hause. Auf der Fähre saß ich diesmal oben und blickte in zahllose zufriedene Gesichter. Alle waren ein bisschen k.o. vom Laufen, hatten Sand in den Haaren oder unter den Füßen und ein Lächeln in den Augen.

Irgendwie war mein erster Inselbesuch doch ganz schön, dachte ich in diesem Moment versöhnlich und vergaß ein bisschen die bunte Tourismuskulisse inmitten dieser schönen, rauen Natur.

Mein Sonnenbrand, den ich mir trotz der Wolken und des kühlen Windes geholt habe, enttarnte mich am nächsten Schultag als Inselanfängerin… Upps! Langeoog, ich glaube wir geben uns beiden noch einmal eine Chance – hoffentlich 2021!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s