10 Dinge, die ich an Oldenburg liebe

„Oldenburg? Hm…schon mal gehört. Wo ist das nochmal?“
Diese Worte höre ich oft und ich erkläre der Person dann wo Oldenburg liegt und warum es sich lohnt, die Stadt mal zu besuchen. Denn, na klar, weltweiter Ruhm wird der kleinen Großstadt im Norden auch in Zukunft nicht zuteil werden. Aber es gibt 1000 gute Gründe in Oldenburg zu leben (oder wenigstens ein paar Nächte als Tourist/in zu bleiben).
Doch Psssst!!!
Wir wollen ja nicht, dass unser beschauliches Oldenburg noch mehr Menschen anzieht als sowieso schon 😉
 
Na gut, ich will mal nicht so sein.
Zu meinem 6-jährigen Oldenburg-Jubiläum verrate ich euch 10 Dinge, die ich an Oldenburg liebe (in beliebiger Reihenfolge):
1. Die große Fahrradliebe
In Oldenburg ist das Fahrrad (fast) das wichtigste Hab und Gut. Ob chic, sportlich oder einfach nur praktisch – der Drahtesel begleitet die (umweltbewussten) Oldenburger/innen überall hin. Gute Fahrradwege und wenig Steigung machen’s möglich. Ein Hoch auf das Fahrrad!  

 
Eingang zum Schlossgarten an der Gartenstraße

Skulptur im Botanischen Garten
2. Die grünen Oasen
Oldenburg ist eine der grünsten Städte, die ich kenne. Bäume und Parks wohin das Auge reicht. Eine Auszeit aus dem hektischen Alltag liegt also meistens nur ein paar Schritte entfernt. In der Innenstadt sind das konkret der Schlossgarten, der Botanische Garten, der Eversten Holz, die Wallanlagen, der Cäcilienpark, die Dobbenwiesen, usw. usw.
3. Die Herzlichkeit der Menschen
Oldenburg ohne seine Bewohner/innen wäre – trotz wunderbarer Kulisse – nur halb so schön. Zum Charme der Stadt gesellt sich nämlich noch die Offenheit, Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Oldenburger/innen. Es muss nur jemand etwas verloren in der Gegend herum stehen und schon wird er gefragt, ob er/sie etwas bestimmtes sucht. Und auch Neubürger/innen werden herzlich aufgenommen und fühlen sich sofort wohl (ich spreche aus Erfahrung).
 
Die Hirschapotheke in der Fußgängerzone
Die Bergstraße hinauf
Blick auf die Bismarckstraße
Das Degode-Haus, das älteste Haus in Oldenburg
Die Bergstraße hinunter
4. Die Architektur
Als Architektur- und Stadtgeschichte-Fan fühlte ich mich in Oldenburg gleich gut aufgehoben. Alleine beim Betrachten der schönen Häuserfassaden geht mir jedes Mal das Herz auf. Einen Nachteil haben die stattlichen Häuser in dieser Stadt allerdings: Jede andere Stadt, in die ich komme, muss sich jetzt mit dem Oldenburg-Maßstab messen lassen.
 
Kramermarkt im Herbst
Stadtgärten im Frühjahr und Sommer
Classic Days im Sommer
 5. Die Pflege von Traditionen
 
Natürlich hat jede Stadt ihre Traditionen und jährlich wiederkehrenden Ereignisse. Aber die Oldenburger finde ich eben besonders schön! Dazu gehören der Kultursommer, die Stadtgärten, die Nachtflohmärkte, die Classic Days, die Kinderbuchmesse, der Kramermarkt, der Adventspunsch im Schlossgarten, und noch viele andere auf die ich mich jedes Jahr aufs Neue freue!
 
Nächste Termine:
Kramermarkt: 29.09.-08.10.2017
KIBUM: 04.-14.11.2017


6. Die Grünkohlzeit
Apropos Traditionen. Eine wichtige Tradition in Oldenburg ist das „Nationalgericht“: der Grünkohl (mit Kassler, Pinkelwurst und Kartoffeln). Er wird immer dann gegessen, wenn es den ersten Frost gegeben hat – also im Winter. Und zu dieser Zeit gibt es ihn wirklich überall! Und ja, er schmeckt besser als er aussieht! Aber nur, wenn er richtig gemacht ist. Nach altem Familienrezept natürlich! Mmmhhh…wann kommt endlich der Winter??
Inhabergeführte Läden in der Bergstraße
7. Die kleinen, inhabergeführten Geschäfte
Die Oldenburger Fußgängerzone ist in diesem Jahr 50 geworden (sie war eine der ersten ihrer Art in Deutschland). Und Oldenburg ist nach wie vor ein Magnet für Shoppingtourist/innen aus der Umgebung. Und das liegt nicht nur an den großen Ketten (die es ja mittlerweile überall gibt), sondern auch an den kleinen Läden. Gerade die Seitenstraßen sind bei Oldenburg-Kenner/innen beliebt, weil es dort einzigartigen Schmuck, ausgefallene Wohnaccessoires, leckeren Tee, und vieles mehr gibt.
Selbstgenähtes in der „Schöne Dinge Meisterei
Im Repair Café wird uns Oldenburger/innen kreativ geholfen
„Mitmachen!“ lautete das große Motto beim Freifeld Festival
Grafitti-Workshop-Veranstaltung im Sommer am Niedersachsendamm
8. Die kreative Szene
„Handmade in Oldenburg“ ist ein Label, das an vielen schönen Produkten haftet. Die Oldenburger/innen haben nämlich viele, viele tolle Ideen, die sie überall in der Stadt umsetzen – an grauen Wänden, in zahlreichen Workshops, auf freien Festivals, in Kunst- und Kreativkreisen oder anderswo (wie z.B. auf Instagram zu sehen). Um der kreativen Szene hier einen festen Platz auf dem Blog zu geben, habe ich eine eigene Kategorie (#kreativesoldenburg) dafür eingerichtet.
Wenn ihr selbst Teil des kreativen Oldenburgs seid, meldet euch gerne bei mir. Ich bin immer auf der Suche nach neuen Oldenbürger/innen für ein Interview (Kontakt: oldenburgerblog@web.de).  
Selten überfüllt: die Oldenburger Innenstadt
Die Oldenburger Bären haben ein entspannteres Leben als ihre Berliner Kollegen
9. Die Größe
Als großer Pluspunkt von Oldenburg wird oft die Größe der Stadt genannt – „nicht zu klein und nicht zu groß“. Ruhig wie auf dem Land mit den Angeboten einer Großstadt. Für jemanden wie mich, die aus einer verschlafenen Kleinstadt kommt und Angst vor hektischen Großstädten hat, ist es der perfekte Kompromiss.
Klingt spießig, ist aber schön 😉
 
Das Freifeld-Festival war eines der Kultur-Highlights der letzten Jahre
Exerzierhalle am Pferdemarkt (Teil des Oldenburger Staatstheaters)
Programmkino Casablanca
„Rettet das Globe!“ – ein altes Militärkino soll zum neuen Kulturraum werden
10. Das Kulturangebot und kulturelle Engagement
Was machen die Oldenburger/innen in ihrer Freizeit? Sie nehmen gerne an Kulturveranstaltungen teil: Nacht der Museen, Filmfestival, Tag des offenen Denkmals – jedesmal, wenn ein solches Ereignis ansteht, sind viele Oldenburger/innen auf den Beinen. Lesungen im alten Gefängnis, Ausstellungen im Pulverturm, Fotografien am Bahnhof –  die Veranstalter/innen lassen sich immer wieder etwas Neues einfallen, um das kulturinteressierte Publikum anzulocken.

Neben diesen etablierten Kulturinstanzen fehlt aber leider oft der Raum (im wahrsten Sinne des Wortes) für alternative Kulturereignisse. Dies war auch der Grund, warum das Freifeld Festival nach der dritten Auflage nicht wiederholt werden konnte. Doch die Oldenburger/innen bleiben hartnäckig und erkämpfen sich immer wieder ein paar Quadratmeter ihrer Stadt für solche Projekte.

Und dafür brauchen die Engagierten auch immer wieder Unterstützung. So wie z.B. beim aktuellen Projekt, das alte Militärkino „GLOBE“ auf dem Gelände der Donnerschwee Kaserne aus seinem Dornröschenschlaf zu wecken.
Bitte bitte helft mit, das Kino als Kulturraum nutzbar zu machen und tragt so dazu bei, dass unsere Stadt in Zukunft noch vielfältigere Kulturangebote für ihre Bewohner/innen bereit halten kann.

Das Schloss, die Oldenburger Baskets oder das Wetter – was liebt ihr an Oldenburg?



Das waren sie, meine zehn Dinge, die ich an Oldenburg liebe. Und nun seid ihr natürlich gefragt. Was liebt ihr an Oldenburg?

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