Spielplätze in Oldenburg 2 (Südost) // Der Spielplatzcheck

Es ist soweit: der zweite Spielplatzcheck Oldenburg kann endlich online gehen! Gleich nach der ersten Testrunde mit Max im Jahr 2016 habe ich eine Fortsetzung geplant. Allerdings kam mir dann mein Vollzeitjob dazwischen und ich hatte nicht mehr so viel Zeit, durch Oldenburg zu kurven und unbekannte Spielplätze auszuprobieren.
Doch nun hat das Warten für euch ein Ende und ich kann euch mit Stolz sieben von uns gefundene und getestete Spielplätze im Oldenburger Südosten vorstellen!
Im ersten Teil waren wir ja im Großraum Innenstadt unterwegs, doch nun haben wir weitere Wege in Kauf genommen, um euch zeigen zu können, wo ihr super mit euren Kindern spielen könnt und wo eher nicht.
Jetzt aber Manege frei für die Test-Spielplätze der Stadtteile Osternburg, Kreyenbrück, Bümmerstede und Krusenbusch:
1. Spielplatz Wunderburgpark // Mitten in der Natur
Witziges Kunstobjekt im Wunderburgpark
Vom Wunderburgpark habe ich erst letztes Jahr zum ersten Mal gehört, denn vor allem Osternburg ist so ein Stadtteil, den ich (bis jetzt) fast noch gar nicht kannte. Aber der Name klang gleich interessant für mich und so freute ich mich auch sehr, dass er im Spielplatzflyer der Stadt Oldenburg erwähnt wurde.
Gleich zu Beginn des Parks (natürlich je nachdem aus welcher Richtung man kommt) gibt es einen kleinen Spielplatz, den Max und ich im Frühjahr getestet haben (daher die kahlen Bäume auf den Fotos). Die Spielgeräte sind schon etwas in die Jahre gekommen (oder sehen zumindest so aus), aber erfüllen noch ihren Zweck. Neben den Klassikern Rutsche, Wippe und Schaukel gibt es eine Seilbahn, die ich bis zu diesem Zeitpunkt noch auf keinem Oldenburger Spielplatz gesehen habe und eine Art Kettenkarussell. Der umliegende Park lädt aber auch zum Ballspielen oder Rumtoben ein. Alles in allem ein grundsolider Spielplatz, den man gut ansteuern kann, wenn man sowieso in der Nähe ist.
 
+ Überschaubarkeit
+ Seilbahn
+ ruhige Lage
– keine Sandkiste

2. „Archimedes“-Spielplatz Kampstraße // Spiel & Spaß für alle Altersklassen
Gleich nach dem Wunderburgpark fuhren wir zum Spielplatz Kampstraße und der Kontrast hätte nicht größer sein können. Von der ruhigen Natur mitten ins pralle Leben neben dem Jugendzentrum 😀 Zum einen war dort also viel mehr los aber zum anderen war der Spielplatz ungefähr 5mal so groß wie der im Wunderburgpark!
Denn genau genommen könnte man sagen, dass er aus zwei Spielplätzen und einer großen Freifläche (mit Fußballtoren) besteht. Im vorderen Teil gibt es eine Drehscheibe, eine Reifenburg mit Rutsche und eine Hängebrücke, dazu vier Schaukeln und ein Kletternetz. Der hintere Teil ist sehr gut für kleinere Kinder geeignet. Dort gibt es eine große Sandkiste, Spielhäuschen, wieder eine Rutsche (nur kleiner) und… ein Wasserspiel! Undzwar die berühmte Schraube des Archimedes mit der man Wasser nach oben transportieren kann. Ein echtes Highlight für die Kinder!
In der Mitte befindet sich – wie schon erwähnt – eine Fußballwiese, aber auch ein Basketballplatz und eine große Seilbahn!! Und auch Picknicktische für die Erwachsenen. Hier könnte man also gut und gerne den halben Tag verbringen. Man muss sich nur für eine Ecke entscheiden oder seinen Kindern vertrauen, so dass sie das Gelände auch alleine erkunden können.
+ Spielgeräte
+ großes Angebot
+ Sitzgelegenheiten
+ Wasserspiel
– Unübersichtlichkeit
3. Der Utkiek // Eine große Spielwiese
An einem anderen Tag (im Sommer) haben Max und ich unsere Spielplatztesttour am Utkiek gestartet. Allerdings konnten wir den gar nicht auf Anhieb finden… diese verwinkelten Straßen in Kreyenbrück…! Endlich angekommen standen wir wieder vor einem Rätsel: wir wussten gar nicht, wo sich die Spielgeräte, die ich schon bei Instagram gesehen habe, befinden. Also sind wir erstmal einen Hügel hoch und ich war überwältigt von der schönen Natur! Überall summte es und es roch herrlich nach Raps und anderen Pflanzen.
Am Horizont konnten wir dann das erste „Gerät“ entdecken: den Kletter-Knubbel (oder wie man ihn nennen möchte) – ein über und über mit Grafitti übersätes, rotes Etwas, das man besteigen kann, wenn man möchte. Da wir nicht so wirkliche Kletter-Fans sind, haben wir es gelassen und auf einer angrenzenden Bank eine kleine Pause gemacht. Auf dem anderen Hügel haben wir dann das zweite Spielplatzelement erspäht: eine riesengroße Doppelschaukel. Die musste ich natürlich ausprobieren! Was für ein schöner Ort für eine Schaukel!
Auch die Windharfe daneben schien ganz interessant (s. Foto oben), aber leider lag an jeder Ecke so einiges an Dreck und Glasscherben. Feiern in der Natur ist ja schön und gut, aber muss dann alles so verschmutzt werden? Echt traurig…
+ Schönster Ausblick auf Oldenburg!
+ Flucht aus der Stadt (Landidyll)
– Müll und Scherben… 😦
– natürlich kein richtiger Spielplatz sondern eher ein Ausflugsziel
4. Spielplatz Joseph-Bernhard-Winck-Straße // Keine Reise wert
Vom Utkiek düsten wir auf dem Drahtesel weiter bis ins tiefste Bümmerstede. Der Fahrradweg war zwar sehr schön (an einem kleinen Bach entlang), aber ich war froh als wir endlich da waren (wie man auf den Fotos erkennen kann, war es auch ein heißer Tag).
Ich hatte mich auf einen richtig schönen, interessanten Spielplatz gefreut, doch leider wurden wir enttäuscht. Der Spielplatz an der Joseph-Bernhard-Winck-Straße, der mitten in einem Wohngebiet liegt, hat nicht wirklich was zu bieten – außer vielleicht die längste Rutsche in ganz Oldenburg (behaupte ich hier mal so)… Das Kletternetz gegenüber war zwar auch nicht schlecht, aber alle Spielgeräte standen leider in der prallen Sonne, was ein Ausprobieren für uns noch unattraktiver machte. Und das dritte Spielgerät, ein Spielturm etwas dahinter gelegen war wirklich unspektakulär und mit hässlichen Schmierereien übersät… Hier blieben wir also keine 10 Minuten…
+ lange Rutsche und Netz
– wenig Schatten
– Spielgeräte weit auseinander liegend
– Schmiereien und Müll 
5. Spielplatz Dwaschweg / Max-Beckmann-Straße // Die versteckte Oase
Hier braucht man einen guten Gleichgewichtssinn!
Enttäuscht machten wir uns auf den Weg nach Hause. Aber was wir nicht wussten war, dass wir noch an diesem Tag unseren Traumspielplatz finden würden! Und das obwohl ich keinen mehr auf dem Zettel hatte. Denn dieser Spielplatz der an der Ecke Dwaschweg / Max-Beckmann-Straße liegt, taucht im Flyer der Stadt gar nicht auf. Wahrscheinlich ist er noch ganz neu. Es war also Zufall, dass uns unser Weg genau dort vorbei führte.
Hier stimmte einfach alles: die Lage (an einem Fahrradweg, umringt von Bäumen), die kreativen Spielgeräte für alle Altersklassen, der gute Zustand der Geräte, die Ruhe. Wenn unsere Mägen nicht geknurrt hätten, wären wir noch viel länger dort geblieben und nächstes Mal steuern wir diesen Spielplatz direkt an! Es gibt eine große Rutsche, Sprechrohre, ein Balanciergerät, ein Spielhaus, eine Stufenbahn, eine Schaukel und eine Mini-Rutsche für die ganz Kleinen (letztes Bild)!! So was habe ich echt noch nirgends gesehen! Und hinter dem Spielplatz schließt übrigens ein Kletter- und Freizeitplatz für größere Kinder an.
+ ruhige Lage
+ außergewöhnliche Spielgeräte
+ auch für Babys/Kleinkinder geeignet
 
6. Spielplatz am Schulzentrum Kreyenbrück // Eine gute Mischung aus allem
Wenn man in Kreyenbrück auf der Suche nach einem großen Spielplatz ist, kommt man am Schulgelände der IGS Kreyenbrück nicht vorbei. Dort können die Kinder außerhalb der Schulzeiten schön spielen. Max und ich haben den Spielplatz allerdings nur auf der Durchreise fotografiert und nicht richtig ausprobiert. Ich denke aber, dass es sich hier gut spielen lässt und wollte ihn daher nicht unerwähnt lassen.
7. Spielplatz Krusenbusch // Der mit dem Elefanten
„Ich will endlich zum Elefantenspielplatz“, genau das sagte – nein nicht Max, sondern – ich letztes Wochenende 😉 😉 😉 Denn genau dieser Spielplatz war der letzte auf meiner Liste und stand noch zwischen mir und dem Schreiben dieses Artikels. Puh. Also auf nach Krusenbusch! Doch Moment! Wo liegt eigentlich Krusenbusch? 😉 Die Antwort: Der wohl unbekannteste aller Oldenburger Stadtteile liegt zwischen Osternburg und Bümmerstede (hinter Kreyenbrück), und ist am besten zu erreichen, wenn man dem Osternburger Bahndamm stadtauswärts folgt.
So, nun aber zum Spielplatz, der in Krusenbusch in einer schönen Grünanlage, hinter einem Kindergarten liegt. Hier hat es uns gleich von Beginn an gefallen, weil wieder Spielgeräte dabei waren, die wir noch gar nicht (oder zumindest nicht aus Oldenburg) kannten. Zum Beispiel coole Hängematten aus festen Seilen, einem Kletternetz unter einem Hausdach, einer Kletterwand, einer Kletterkugel (oder wie sich das nennt) und einer breiten, schwarzen Balancematte (wisst ihr was ich meine?). Ja, ihr merkt, so langsam komme ich ins Straucheln, wenn es darum geht, die Spielgeräte korrekt zu benennen… aber egal wie sie heißen, Hauptsache sie machen Spaß.
Vom Elefanten war ich leider etwas enttäuscht, ich hatte ihn mir größer vorgestellt und weniger vollgekritzelt gewünscht… aber die Kinder dort fanden ihn super, v.a. weil man in seinem Inneren auch noch ein bisschen klettern konnte.
+ interessante Spielgeräte
+ guter Zustand der Geräte
+ Größe des Spielplatzes
+ Lage
+ v.a. für Kindergarten-/junge Grundschulkinder geeignet
Das war nun also der zweite Teil unserer großen, nie enden wollenden Reise namens „Spielplatztesten“. Ich plane natürlich, die Reihe fortzusetzen und mich auch durch den Stadtnorden und -westen zu arbeiten. Aber es kann sein, dass ich es logistisch nicht schaffe bzw. es wieder ein paar Monate dauern wird. Außerdem könnte ich mir vorstellen, dass Max vielleicht bald keine Lust mehr drauf hat, nur mit mir alleine unbekannte Spielplätze zu erkunden und sich stattdessen lieber mit seinen Freunden im Eversten Holz trifft.
Ich hoffe also auf euer Verständnis diesbezüglich und würde mich nach der ganzen Arbeit, die wir mit Aussuchen, Abklappern und Testen hatten, über einen Kommentar oder ein Herzchen bei Instagram freuen! 🙂
 
Viel Spaß beim Selbst-Ausprobieren und Entdecken!!

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