Hörgänge: Eine spannende Reise in Oldenburgs Vergangenheit

Dass es im Moment sehr schwierig ist, sich seine Freizeit abwechslungsreich zu gestalten, muss ich euch nicht erzählen. Wir sitzen da alle im selben Boot namens Corona-Maßnahmen und es geht längst nicht mehr nur um das eine verpasste Konzert oder einen Café-Besuch mit Freundinnen, den man gerade dringend für den seelischen Ausgleich bräuchte. Die Situation ist nach einem Jahr Pandemie weitaus brisanter und ich will die schlimmen Auswirkungen, die diese Krise hat, wirklich nicht negieren. An sie muss man denken, aber nicht ständig. Ich für meinen Teil zumindest, brauche auch häufig etwas Ablenkung, um nicht ganz zu verzweifeln angesichts der Lage, in der sich viele meiner Mitmenschen befinden. Mir selbst geht es (abgesehen von dieser allzu schiefen Stimmungslage) ja gut und euch vielleicht auch, so dass ihr meinen „Freizeittipp“ an dieser Stelle nehmen könnt, um auch mal auf andere Gedanken zu kommen.

Hier beginnt der Hörgang Katharinenstraße, bei dem man in das Leben von Ulrike Meinhof eintaucht…

Das Projekt „Hörgänge“ kenne ich schon seit meinem Interview mit Christian Gude im Vorfeld des Freifeld Jurten-Festivals. Und fast genauso lange möchte ich es euch hier auf dem Blog vorstellen. Doch leider kam irgendwie immer etwas dazwischen. Wahrscheinlich meine Ansprüche. Denn ich fand das Projekt von Anfang an so toll, dass ich es nicht nur mal eben als Tipp am Rande vorstellen, sondern mich komplett einarbeiten wollte und es euch dann in einem großen Artikel präsentieren… Ja, und so sind Jahre vergangen, ohne dass ihr vielleicht von den Hörgängen erfahren habt. Damit soll jetzt aber Schluss sein!

auch die Liebfrauenschule spielt im Hörgang Katharinenstraße eine rolle

Der Zeitpunkt ist nicht günstig (oder wiederum doch, denn die Hörgänge kann man zeitlich unabhängig und alleine „besuchen“, was sehr coronakonform ist) und der große Wurf ist dieser Blogbeitrag leider auch nicht, doch vielleicht ist er ein kleiner Hoffnungsschimmer am kulturarmen Horizont – so wie all die tollen online/draußen/alternativ-Projekte, die jetzt erst durch diese Pandemiesituation entstanden sind.

Über einen QR-Code kommt man schnell zu den Hörgängen

Nun will ich nicht mehr lange um den heißen Brei herum reden! Die Hörgänge sind Hörspiele für Spaziergänger:innen, die an verschiedenen Orten in Oldenburg spielen und einzeln gehört/heruntergeladen werden können. Dafür sollte man sich an die jeweiligen Orte begeben und über Kopfhörer taucht man dann ein in die Oldenburger Geschichte. Was ist an genau dieser Stelle passiert / was könnte sich hier abgespielt haben? Man beginnt die Umgebung durch die Augen der historischen oder fiktionalen Persönlichkeiten im Hörspiel zu sehen, man sieht Oldenburg mit anderen Augen… und erfährt ganz nebenbei sehr viel aus der bewegten Vergangenheit unserer schönen Stadt.

Mit dem Hörgang „Altes Rathaus“ begibt man sich zu den letzten Tagen des 2. Weltkriegs

Ich habe fast alle Hörgänge bereits gehört und war jedes Mal begeistert von ihrer Eindringlichkeit und der Nähe, die sie zwischen mir und einer anderen Zeit geschaffen haben. Schreibt mir gerne bei Instagram, oder hier in den Kommentaren, ob ihr die Hörgänge bereits kennt und wie ihr sie findet! Und vor allem: was ist euer Lieblingshörgang?

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