Die Neunte Kunst // Sonntags im Museum

Ich war vor Kurzem wieder im Horst-Janssen-Museum, wo noch bis zum 06. Mai die Ausstellung „Aktuelle deutsche Graphic Novels“ läuft. Sie ist der perfekte Anlass, um in die Welt der Graphic Novels mal unverbindlich hinein zu schnuppern und sich einen Überblick (über die deutschen Werke) zu verschaffen.
Mit coolen Pappaufstellern werden die Graphic Novel-Figuren „greifbarer“
Ich war jedenfalls überrascht von der Bandbreite der vorgestellten Werke. Es gab welche, die mir zu bunt, zu kantig und zu aggressiv waren, aber es gab überraschenderweise auch sanfte, poetische oder super witzige Graphic Novels.

Falladas Leben war mir eindeutig zu bunt und furchteinflößend
Als Wortpoetin und Kunstliebhaberin gefällt mir an vielen Graphic Novels vor allem die Freiheit, Bild und Text zu vermischen und ineinander fließen zu lassen. Damit werden Gefühle viel direkter transportiert als bei „normalen“ Büchern oder einfach Dinge markanter auf den Punkt gebracht.
Nick Caves Leben hat mich da schon eher angesprochen 😉
Die Inszenierung der Ausstellung hat mich übrigens sofort angesprochen – Bücher im Museum zu präsentieren ist schließlich nicht so einfach. Mit den Skizzen, die neben den ausgestellten Buchseiten hängen, taucht man als Besucher/in in den Entstehungsprozess eines solchen Werks ein und kann auch kleinen Details seine volle Aufmerksam schenken.
Natürlich könnt ihr aber auch direkt in den zu den Bildern gehörenden Novels blättern, euch ihre Titel notieren und sie auf euren persönlichen Wunschzettel setzen.
„Dem Krieg entronnen“ von Olivier Kugler hat mich wirklich berührt
Eine amüsante Graphic Novel von Birgit Weyhe („Ich weiß“)
Poetisch schöne Bleistiftzeichnung
Mehrfarbiger Text, ein Bild das über zwei Seiten zu gehen scheint – die Grenzen der Graphic Novels sind dehnbar
Auf meinem Wunschzettel befinden sich nach dem Besuch im Horst-Janssen-Museum nun zwei Graphic Novels: Eine aus der Ausstellung („Dem Krieg entronnen“ von Olivier Kugler) und eine aus dem Museumsshop („Pünktchen und Anton“ von Isabel Kreitz).
Wenn ihr auch offen für Neues seid und euch entweder für Kunst, Bücher, Wörter, Geschichten, Menschen oder das Leben interessiert,  solltet ihr dringend mal wieder ins Museum 🙂

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